
Spanien
FIP Nutzung
In Spanien ist die Nutzung von FIP nicht immer einfach, da hier einfach einsteigen und mitfahren nur in den seltensten Fällen funktioniert. Auf den meisten Relationen muss vorab ein Ticket zum FIP Globalpreis gebucht werden. Da nur so viele Tickets verkauft werden, wie auch Sitzplätze vorhanden sind, sollte dieser Kauf nicht zu kurzfristig geschehen (auch in Regionalzügen).
Die Renfe ist das größte Eisenbahnverkehrsunternehmen in Spanien und akzeptiert FIP. Auf den lukrativen Relationen konkurriert sie dabei mit jeder Menge privater Anbieter wie OUIGO oder Iryo, bei denen kein FIP akzeptiert wird. Ein weiterer Anbieter im Baskenland ist Euskotren, der ebenfalls FIP akzeptiert.
Wissenswertes
Spanien hat kein besonders engmaschiges Netz, stattdessen besteht es vor allem aus neuen Hochgeschwindigkeitsstrecken in Normalspur und älteren Regionalstrecken in iberischer Breitspur.
Der Fokus liegt auf (meist schnellen) Fahrten zwischen größeren Städten. Daneben gibt es S-Bahnen in und um die Metropolen, die einen dichten Nahverkehr sicherstellen.
Die Bahnhöfe haben meist Ticketbarrieren, es wird hier ein gültiges digitales oder analoges Ticket auf einer Karte benötigt, um diese zu überwinden. Mit FIP Freifahrtscheinen muss hier das Personal vor Ort angesprochen werden, damit diese die Barrieren manuell öffnen
Zudem finden bei Fernverkehrsreisen Gepäckkontrollen an den Bahnhöfen statt, die zwar nicht so intensiv wie im Flugverkehr ausfallen, aber trotzdem Zeit in Kauf nehmen. Es ist daher empfehlenswert bei solchen Reisen mindestens 30 Minuten vor Abfahrt am Bahnhof zu sein.
Anreise und Grenzpunkte
Frankreich
Von Paris aus verkehren direkte TGV Züge der französischen SNCF nach Barcelona. Auch die Renfe verkehrt grenzüberschreitend zwischen Lyon und Barcelona sowie Marseille und Madrid.
Bei beiden sind FIP Globalpreise möglich, die bei der SNCF jedoch sehr teuer werden können, siehe TGV-Züge nach Italien, Spanien und Belgien. Für die von Renfe betriebenen AVE Züge sind FIP Globalpreistickets für 25 € / 28 € verfügbar (Stand: Mai 2026), siehe Renfe – AVE. Diese Tickets sind bei Renfe Ticketschaltern in Spanien erhältlich. Bei der Anreise aus Frankreich können diese Tickets im Zug gekauft werden. Dazu muss das Zugpersonal aufgesucht werden, bei dem auch mit Karte bezahlt werden kann. Auch wenn der Zug ausreserviert ist und keine Sitzplätze verfügbar sind, kann eine Mitfahrt in der Regel gewährleistet werden. 1
Mit Euskotren kann mit dem speziellen FIP Ticket ab Hendaye gefahren werden.
Des Weiteren fahren die Regionalzüge Rodalies de Catalunya der Renfe mit grenzüberschreitenden Verbindungen von Cerbère und Latour-de-Carol bis Barcelona. FIP Tickets können direkt im Zug beim Zugpersonal erworben werden.
Insgesamt gibt es nur sehr wenige grenzüberschreitende Verbindungen, diese waren vor wenigen Jahren schon einmal deutlich besser ausgebaut.
Andorra
Zurzeit gibt es keine Schienenverbindung zwischen Andorra und Spanien.
Portugal
Die Verbindungen zwischen Portugal und Spanien sind aktuell nur sehr spärlich vorhanden. Um beispielsweise von Lissabon nach Madrid zu kommen, werden mehrere Umstiege notwendig, unter anderem an der spanischen Grenze in Badajoz, und es müssen lange Fahrtzeiten in Regionalzügen in Kauf genommen werden. Für die Reise werden FIP Tickets / Freifahrtscheine der CP sowie ein Renfe-Ticket für den spanischen Abschnitt benötigt.
Als zweite Möglichkeit gibt es die Celta-Verbindung von Porto nach Vigo, auch diese führt jedoch nicht tiefer nach Spanien hinein. Hier gilt ein FIP Globalpreis auf der gesamten Route (Siehe Renfe – Celta). Aktuell fährt der Celta-Zug nur auf dem portugiesischen Abschnitt von Porto bis Valença do Minho. Zum Grenzübertritt muss ein Bahnersatz-Bus benützt werden, Grund sind Bauarbeiten der spanischen Infrastrukturgesellschaft ADIF. 2
An einer durchgängigen Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Lissabon und Madrid wird gearbeitet.

